Das als Grundlage dienende städtebauliche Konzept der Stadt Celle sieht viergeschossige Zeilen entlang der Hafenstraße und am westlichen und östlichen Rand sowie eine frei angeordnete Reihe von dreigeschossigen Einzelbaukörpern mit einem Staffelgeschoss im Innenbereich vor.
Diese Idee soll in der Ausbildung und Gestaltung der Architektur aufgegriffen und gestärkt werden. In der Ausformulierung der Fassaden bleiben die einzelnen Gebäude in einer verwandten Formensprache, weisen jedoch bewusst eigenständige Charaktere auf – Individualität mit Familienähnlichkeit. Mit den geplanten Holzfassaden kommt ein nachhaltiger, moderner Baustoff in unterschiedlicher Gestalt zum Einsatz. Die Dächer der Gebäude werden extensiv begrünt und tragen damit bewusst durch Regenrückhaltung zur Oberflächenentwässerung sowie durch den dadurch entstehenden Verdunstungsraum zur Kaltluftentstehung und damit zur Verbesserung des Mikroklimas bei.
Die Idee des „einfachen Bauens“ mit reduzierten und nachhaltigen Baustoffen soll konsequent umgesetzt werden. Prinzipiell wird eine Reduzierung der verwendeten Baustoffe auf einige wenige und damit einfache Details und eine hohe Recyclingquote im Sinne des „cradle to cradle“ angestrebt.
Am aussteifenden Stahlbetonkern werden die vorgefertigten Verbunddecken aus Holz und Beton aufgelagert, die wiederum im Bereich der Fassade auf vorgefertigten Holzstützen aufliegen. Dies ermöglicht eine flexible Raumaufteilung des komplett stützenfreien Innenraumes mit einer sichtbaren Holzoberfläche. Die vorgefertigten Fassadenelemente aus heimischem Lärchenholz inklusive der Fenster können problemlos geschossweise in der Kombination mit den tragenden Stützen in einem Arbeitsschritt vorgesetzt werden und ermöglichen damit einen verkürzten Bauablauf mit schnellem Witterungsschutz und einem frühzeitigen Beginn des Innenausbaus. Dieses moderne Bauen leistet mit Ressourcenschutz, nachhaltigen und nachwachsenden Baustoffen und einer bestmöglich kreislaufgerechten Bauweise einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Alle Wohnungen, Nebenräume sowie die Tiefgarage sind über Aufzüge barrierefrei erreichbar. Der ruhende Verkehr wird in einer Tiefgarage untergebracht.
Projekt gemeinsam durchgeführt mit Siebrecht Münzesheimer Architekten.